Theatertherapie - was ist das denn?

 

Hallo in die Runde!

 

 

 

Gestern war der Frühjahrsmarkt in Leeder und auch meine Praxis hatte geöffnete Pforten :)

 

Für alle, die vorbeigeschlendert sind, gab es die Möglichkeit, die Praxis zu besichtigen und mich bei einem Kaffee zu meiner Arbeit dort zu befragen.

 

 

 

Die Frage, die bei jedem Gespräch als erstes kam, war: "was ist eigentlich Theatertherapie?"

 

 

 

Klar. Da steht "Heilpraxis für Theatertherapie", aber keiner weiß so recht, was damit gemeint ist. Den gestrigen Besuchern konnte ich das natürlich erläutern, aber auch hier soll es die Möglichkeit einer Antwort geben. Also los!

 

 

 

Erstmal muss ich mit Vorurteilen aufräumen: nein, Theatertherapie bedeutet nicht, dass man verkleidet durch die Gegend hopsen muss und ein Stück spielen muss. Nein, man muss sich auch nicht anmalen oder in eine vorgefertigte Rolle schlüpfen. Man muss nichts tun, was man nicht möchte. Es gibt in meiner Praxis keinen Theatertext oder die Erwartung, dass man theatralisch herumschreien muss.

 

 

 

Ich nutze Elemente aus dem Theater, insbesondere aus dem Bereich des Improtheaters, um individuelle, belastende Knackpunkte ausfindig zu machen.

 

 

 

Beispielsweise beschäftigen wir uns in einer Sitzung mit dem Bereich der Selbstwahrnehmung und in dem Zusammenhang mit der eigenen Gestik und Mimik – also allem, was wir nach außen tragen, was für unser Umfeld sichtbar ist.

 

 

 

Oder wir nehmen unsere innere Gefühlswelt unter die Lupe, finden heraus, was uns glücklich oder unglücklich macht und warum.

 

 

 

Oder wir prüfen durch die Nachstellung von Situationen, wo unsere eigenen Grenzen liegen, die wir aber dennoch täglich überschreiten.

 

 

 

Das nur als Beispiel.

 

 

 

Ich arbeite mit oder ohne Requisiten (je nach Wunsch und Bedarf). Diese können dazu dienen, etwas zu visualisieren, stellvertretend für eine Person/ein Gefühl/einen inneren Teil der eigenen Person zu stehen und Halt geben.

 

 

 

Außerdem gibt es die Möglichkeit, durch Handpuppenspiel in eine passive Rolle zu schlüpfen, um beisielsweise nicht selbst unaussprechliche Dinge aussprechen zu müssen.

 

 

 

Alle Techniken, die wir nutzen, um therapeutische Fortschritte zu machen, sind freiwillig wählbar. Wer nichts mit Handpuppen anfangen kann, wird auch in der Praxis keine Handpuppe verwenden müssen. Das betone ich deshalb, weil ich schon oft gehört habe: "Oh je, MUSS ich dann mit so einer Handpuppe spielen? Hilfe!" Nein, natürlich nicht.

 

 

 

Die Theatertherapie begeistert mich deshalb so sehr, weil sie so wahnsinnig individuell einsetzbar ist und dem Patienten/der Patientin die Möglichkeit geben kann, aus seiner/ihrer Rolle zu schlüpfen, die Perspektive zu ändern und das jeweilige Thema von einer anderen Seite anzugehen.

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte das große Fragezeichen zur Theatertherapie in meiner Praxis ein wenig verkleinern. Natürlich kann ich hier keinen genauen Therapieverlauf einstellen, da die Therapie grundsätzlich so individuell ist, dass es keinen expliziten Rahmen gibt.

 

Manchmal kommt man erst im Verlauf der Therapie auf genau die richtige Methode, mit der der oder die Patient/in super arbeiten kann.

 

 

 

Ich bin begeistert von der theatertherapeutischen Einzeltherapie und den Erfolgen, die man damit erzielen kann!

 

Falls doch noch Fragen kommen, beantworte ich diese gerne!

 

 

 

Achja, und das Beste kommt noch zum Schluss - die aktuellen Workshops!

 

  • Selbstbewusst als Alleinerziehende/rm(Workshop) am 12.5.18 ab 10:00

  • Gewaltfreie Kommunikation (Workshop) am 2.6.18 ab 10:00

 

 

 

Ich freue mich!

 

 

 

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